Paprikapulver gehört zu den Gewürzen, die in fast jeder Küche zu finden sind. Es verleiht Gulasch, Paprikahendl, Ofengemüse, Erdäpfeln, Dips, Saucen, Marinaden und vielen Alltagsgerichten seine typische Farbe und mild-fruchtige Würze.
Gerade weil Paprikapulver so regelmäßig verwendet wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Qualität. Denn aktuelle Untersuchungen von foodwatch und Greenpeace zeigen: Besonders konventionelles Paprikapulver kann mit einer Vielzahl an Pestizidrückständen belastet sein.
Auch ORF.at und help.ORF.at berichteten über die Ergebnisse. Für uns bei Baron de Sel ist das ein klares Zeichen: Bio ist bei Gewürzen ein entscheidender Qualitätsfaktor – und sorgfältige Prüfung macht den Unterschied.
Was wurde getestet?
Greenpeace untersuchte im Mai 2025 insgesamt 13 Paprikapulver aus österreichischen Supermärkten. Darunter waren zehn konventionelle Produkte und drei Bio-Produkte. Das Ergebnis war auffällig: In allen 13 Proben wurden Rückstände gefunden. In den zehn konventionellen Paprikapulvern wurden jeweils zwischen 10 und 19 verschiedene Pestizidwirkstoffe nachgewiesen.
Insgesamt fand Greenpeace 37 verschiedene Pestizidwirkstoffe. Zwölf der nachgewiesenen Wirkstoffe waren in der EU nicht zugelassen. Zwei Produkte überschritten laut Greenpeace gesetzliche Grenzwerte.
Auch foodwatch veröffentlichte 2026 einen Pestizid-Test, bei dem Paprikapulver ebenfalls zu den besonders auffälligen Produktgruppen zählte. Laut ORF wurden beim foodwatch-Test in zehn getesteten Lebensmitteln aus österreichischen Supermärkten insgesamt 30 Rückstandsnachweise verbotener Pestizide festgestellt. Besonders belastet war demnach Paprikapulver, darunter Produkte mit fünf bis sieben entsprechenden Rückständen.
Warum ist Paprikapulver besonders sensibel?
Gewürze sind konzentrierte Naturprodukte. Paprika wird geerntet, getrocknet und vermahlen. Dadurch entsteht ein aromatisches Pulver mit intensiver Farbe und Geschmack. Gleichzeitig bedeutet diese Verarbeitung aber auch: Was auf dem Feld oder während der Verarbeitung mit der Rohware passiert, kann sich später im fertigen Gewürz wiederfinden.
Bei konventionellem Anbau können chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Rückstände davon können in Lebensmitteln nachweisbar sein. Besonders kritisch ist es, wenn mehrere Wirkstoffe gleichzeitig auftreten oder wenn Stoffe gefunden werden, die in der EU nicht mehr zugelassen sind.
Genau deshalb ist für uns die Herkunft der Rohware, die Anbauweise und die analytische Prüfung so wichtig.
Welche Pestizide wurden gefunden?
Greenpeace nennt im Marktcheck verschiedene Wirkstoffe, die in den untersuchten Paprikapulvern nachgewiesen wurden. Einige davon sind besonders relevant, weil sie in der EU nicht zugelassen sind oder weil Grenzwerte überschritten wurden.
Chlorfenapyr wurde laut Greenpeace in mehreren konventionellen Proben nachgewiesen. In einer Probe wurde der errechnete Grenzwert überschritten. Greenpeace beschreibt Chlorfenapyr als Stoff, der in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein kann und Hinweise auf problematische Wirkungen auf Nervensystem, Hormonsystem und Umwelt zeigt.
Anthrachinon wurde in einer Probe stark erhöht nachgewiesen. Greenpeace nennt hier eine deutliche Grenzwertüberschreitung. Der Stoff gilt als problematisch, weil er als möglicherweise bzw. wahrscheinlich krebserregend eingestuft wurde.
Clothianidin und Thiamethoxam wurden ebenfalls in mehreren Proben gefunden. Beide gehören zu Wirkstoffen, die in der EU nicht mehr zugelassen sind. Sie stehen auch wegen ihrer Wirkung auf Bienen, Hummeln und Wasserorganismen in der Kritik.
Lufenuron wurde laut Greenpeace ebenfalls in mehreren Proben nachgewiesen. Der Wirkstoff wird nur langsam abgebaut und kann sich in Lebewesen anreichern.
Pendimethalin wurde in einer Bio-Probe in Spuren gefunden. Greenpeace beschreibt Pendimethalin als chemisch-synthetisches Pestizid, das unter dem Orientierungswert für biologischen Landbau nachgewiesen wurde.
Diese Beispiele zeigen: Es geht nicht nur um einzelne Rückstände, sondern oft um Mehrfachbelastungen. Gerade sogenannte Pestizid-Cocktails werden kritisch diskutiert, weil die kombinierte Wirkung mehrerer Rückstände noch nicht vollständig erforscht ist.
Bio schnitt deutlich besser ab
Die Greenpeace-Analyse zeigt aber auch: Bio-Paprikapulver war im Vergleich zu konventionellen Produkten deutlich geringer belastet. Während in den konventionellen Produkten jeweils zehn bis 19 Wirkstoffe gefunden wurden, enthielten die Bio-Proben deutlich weniger Rückstände und diese in deutlich niedrigeren Konzentrationen.
Das ist ein wichtiger Punkt: Bio bedeutet strengere Regeln in der Landwirtschaft. Der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel ist im Bio-Anbau stark eingeschränkt. Dadurch ist das Risiko für entsprechende Rückstände deutlich geringer.
Für uns ist Bio deshalb nicht einfach ein schönes Siegel auf dem Etikett. Bio ist die Grundlage für gute Gewürzqualität.
Auch bei Bio gibt es Unterschiede
Trotzdem zeigt die Greenpeace-Untersuchung auch: Bio ist nicht automatisch gleich Bio. Auch bei Bio-Produkten können Spuren oder Rückstände auftreten – etwa durch Umwelt, Verarbeitung, Lagerung, Transport oder Wasseraufbereitung.
In den getesteten Bio-Paprikapulvern wurde laut Greenpeace unter anderem Chlorat gefunden. Bei einzelnen Bio-Proben wurden zusätzlich weitere Stoffe in sehr kleinen Mengen nachgewiesen.
Das bedeutet: Bio ist die richtige Richtung. Aber entscheidend ist zusätzlich, wie sorgfältig Rohwaren ausgewählt, geprüft und verarbeitet werden.
Genau hier beginnt für uns bei Baron de Sel der eigentliche Qualitätsanspruch.
Was ist Chlorat – und warum kann es in Bio-Paprika vorkommen?
Chlorat ist ein besonderer Fall. Es ist in der EU nicht mehr als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln zugelassen. Gleichzeitig kann Chlorat aber auch auf anderem Weg in Lebensmittel gelangen – zum Beispiel durch chlorhaltige Desinfektionsmittel oder durch Trinkwasseraufbereitung.
Bei spanischer Paprika-Rohware ist dieser Punkt besonders relevant, weil Wasseraufbereitung, Bewässerung und gechlortes Wasser eine Rolle spielen können. Deshalb ist ein Chlorat-Nachweis anders einzuordnen als ein breiter Mix aus mehreren chemisch-synthetischen Pestizidwirkstoffen aus dem konventionellen Anbau.
Wichtig ist trotzdem: Auch Chlorat nehmen wir ernst. Für Chlorat gelten Rückstandshöchstwerte, und wir prüfen unsere Rohwaren genau.
Unsere Premium Bio Qualität: geprüft, bevor sie ins Glas kommt
Bei Baron de Sel setzen wir bei unserem Edelsüß Paprika Bio auf besonders sorgfältig ausgewählte Premium Bio Rohware. Doch für uns endet Qualität nicht beim Bio-Siegel.
Wir lassen unsere Rohwaren von akkreditierten Laboren analysieren. Dabei prüfen wir nicht nur, ob gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden, sondern ob die Ware unseren eigenen Qualitätsansprüchen entspricht.
Denn nicht alles, was rechtlich noch zulässig wäre, entspricht automatisch unserem Verständnis von Premium Bio Qualität.
Wenn eine Ware zwar gesetzlich zugelassen wäre, aber nicht unseren eigenen Ansprüchen entspricht, verwenden wir sie nicht. Dann wird sie nicht abgefüllt, nicht verkauft, sondern an den Lieferanten zurückgeschickt.
Für uns zählt nicht nur, was erlaubt ist. Für uns zählt, was wir mit gutem Gefühl in unser Glas füllen können.
Was zeigen unsere eigenen Analysen?
Unsere eigenen Analysen durch akkreditierte Labore bestätigen den hohen Anspruch an unsere Paprika-Rohware. Bei unserer geprüften Bio-Paprika-Rohware wurden keine weiteren Pestizidrückstände außer minimale Rückstände von Chlorat gefunden, was wie oben beschrieben auf die Wasseraufbereitung im Herkunftsland zurückzuführen ist.
Das ist für uns ein wichtiges Qualitätszeichen. Denn gerade im Vergleich zu den veröffentlichten Testergebnissen zeigt sich: Es macht einen Unterschied, ob Rohware nur eingekauft wird – oder ob sie nach strengen Kriterien ausgewählt, analysiert und bei Bedarf konsequent abgelehnt wird.
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Gewürze anbieten, die nicht nur gut schmecken, sondern auch mit gutem Gefühl verwendet werden können.
Edelsüß Paprika Bio von Baron de Sel
Unser Edelsüß Paprika Bio steht für mild-fruchtige Würze, schöne natürliche Farbe und sorgfältig geprüfte Premium Bio Qualität.
Er passt wunderbar zu:
Gulasch und PaprikahendlOfengemüse und ErdäpfelgerichtenMarinaden und GrillgewürzmischungenSaucen, Dips und AufstrichenFleisch, Fisch und vegetarischen GerichtenAlltagsküche, die Farbe und feine Würze braucht
Gerade weil Paprika so vielseitig ist, sollte die Qualität stimmen. Für uns bedeutet das: Bio-Rohware, eigene Laboranalysen, strenge Auswahl und ehrliche Verarbeitung in unserer Mühlviertler Gewürzmanufaktur.
Was bedeutet das für deinen Einkauf?
Wer regelmäßig mit Paprikapulver kocht, sollte bewusst wählen. Die aktuellen Tests zeigen deutlich, dass vor allem konventionelles Paprikapulver kritisch betrachtet werden sollte.
Bio ist bei Paprika die bessere Wahl. Aber auch innerhalb von Bio lohnt es sich, auf Hersteller zu achten, die Rohwaren sorgfältig prüfen und konsequent handeln.
Bei Baron de Sel setzen wir auf Premium Bio Qualität, eigene Analysen und klare Entscheidungen. Ware, die unseren Ansprüchen nicht entspricht, kommt nicht ins Glas.
Unser Fazit
Paprikapulver gehört in die Küche. Pestizid-Cocktails nicht.
Die Untersuchungen von Greenpeace und foodwatch zeigen, wie wichtig Bio-Qualität bei Gewürzen ist. Sie zeigen aber auch: Qualität entsteht nicht allein durch ein Siegel, sondern durch Verantwortung, Prüfung und Konsequenz.
Unser Edelsüß Paprika Bio steht genau dafür: mild-fruchtiger Geschmack, schöne natürliche Farbe und sorgfältig geprüfte Premium Bio Qualität.
Quellen & zum Nachlesen
ORF.at: „Foodwatch: Verbotene Pestizide in Reis, Tee, Paprikapulver“, 19.05.2026https://orf.at/stories/3430741/
help.ORF.at: „Greenpeace: ‚Pestizidcocktail‘ in Paprikapulver“, 19.05.2025https://help.orf.at/stories/3230285/
foodwatch Österreich: „Pestizid-Test“https://www.foodwatch.org/at/pestizid-test
Greenpeace Österreich: „Hintergrundinfos Paprikapulver“, Marktcheck Mai 2025https://greenpeace.at/uploads/2025/05/hintergrundinfos_paprikapulver_mai25.pdf
Europäische Kommission: „Chlorate – Maximum Residue Levels“https://food.ec.europa.eu/plants/pesticides/maximum-residue-levels/chlorate_en
BfR: „Fragen und Antworten zu Chlorat in Lebensmitteln“https://www.bfr.bund.de/en/service/frequently-asked-questions/topic/fragen-und-antworten-zu-chlorat-in-lebensmitteln/